Die Lehrenden und ihre Schwerpunkte

Prof. Erik Battaglia

Erik Battaglia is ord. Professor for Lied and Oratorio at the G. Verdi Conservatorium in Torino. He began in 1986 his activity as concert pianist, entirely devoted to the German Lied and to the Italian and European vocal chamber music. He appeared in the most important Italian concert festivals (Turin: Unione Musicale, Settembre Musica, Teatro Regio, Sintonie Festival, Piccolo Regio; Perugia: Amici della Musica, Sagra Musicale Umbra; Spoleto: Festival dei due Mondi; Florence: Musicus Concentus; Teatro Valli of Reggio Emilia, Lanciano Festival, Settimana Senese, Ravenna Festival, Ferrara Musica; L'Aquila, Società Barattelli; Rome, Istituzione Universitaria Concerti; Palermo, Amici della Musica; Carpi, Festival Internazionale di Musica Vocale; Città di Castello, Festival delle Nazioni, etc.).

He has been the Italian accompanist of the great tenor Nicolai Gedda, performing with him Lieder and Melodies from the Russian and French repertoire. He has given recitals in the most prestigious European venues (Musikverein Vienna, Staatsoper of Hamburg, La Monnaie Theatre in Bruxelles, Paris Radio France, Hamburg Opera House, ecc.) as well as in the USA and Argentina. Erik Battaglia and Lucio Gallo have been the first Italian artists to perform a Liederabend at the Unter den Linden Theatre of Berlin in November 2001. In August 2003 he performed Hugo Wolf’s unfinished opera Manuel Venegas in Salzburg’s Wiener Saal. In 1999 he directed the Strauss Project, performing all the songs by Richard Strauss with the patronage of Dr. Christian Strauss, the composer’s heir. He has given many Italian first performances of songs and piano music by Aribert Reimann.

Erik Battaglia is also a composer (his Variazioni su un tema di Webern have been recently performed by the Turin String Quartet) and a musicologist: his volume Gioia e dolore diventano canto - 1000 Lieder su poesie di Goethe, with the foreword by Dietrich Fischer-Dieskau, has been published by the Accademia di Santa Cecilia in 2008. He published a volume on Hugo Wolf’s early songs, foreword by Claus-Christian Schuster (2011, I Lieder giovanili di Hugo Wolf), a monographic book on Strauss’s songs with a foreword by Michael Kennedy (2012, I Lieder di Richard Strauss), the Italian translation of 1111 German Lieder (2014, Il Libro dei Lieder. 1111 poesie tradotte off-line), and Piccola storia della cadenza d'inganno (2015). He translated Gerald Moore’s The unashamed accompanist and published many essays on the history and the performance praxis of the German Lied (cf., for instance, a contribution on Liszt’s songs in Franz Liszt: A Chorus of Voices, Pendragon Press 2011). He wrote the introductory notes of all his recordings on CD devoted to Italian art-songs (Songs by Tosti, Respighi, Verdi, Busoni [CD Ricordi, Fonit-Cetra, Warner]).

In 2006 Erik Battaglia founded the “Centro Studi Eric Sams” in order to promote the research on the German Lied and introduce students to the works of his mentor, the late English musicologist and Shakespeare scholar. He is translating and publishing the complete works of Eric Sams for the Analogon Press (eleven volumes already published and three on the way), as well as editing the online edition in original language. Erik Battaglia has been teaching at the Hugo Wolf Academy of Acquasparta and Torino since 1989 and holds regularly Master Classes on German Lieder and Italian songs. In 2012-2014-2015 he has joined the Berlin Liedforum and in 2013 the Vilnius Liedforum on Italy’s behalf. From 2013 he's Professor at the Deutsche Liedakademie in Trossingen. He is corresponding member of the Schubert Society of the USA (SSUSA), and joins the Honorary Advisory Board of the Lyrica Society for Word-Music Relations in Harvard.

Prof. Anne Le Bozec

Die französische Pianistin Anne Le Bozec studierte am Conservatoire National Supérieur de Musique Paris Klavier, Kammermusik und Liedbegleitung bei Theodor Paraskivesco und Anne Grappotte, sowie an der Hochschule für Musik Frankfurt/Main bei Rainer Hoffmann und in der Liedklasse der Hochschule für Musik Karlsruhe bei Mitsuko Shirai und Hartmut Höll. Sämtliche Studiengänge schloss sie mit Auszeichnung ab. Sie nahm an Meisterkursen bei Leonard Hokanson, Gundula Janowitz und Dietrich Fischer-Dieskau teil.

Sie erhielt internationale Preise bei Kammermusik- und Klavier-Wettbewerben (Yamaha Music Foundation of Europe, Vierzon, Rouen, Guérande, Schubert Wettbewerb Graz) und wurde von Staatspräsident Chirac als Laureatin der „Fondation pour la Vocation“ für ihre Arbeit im Liedbereich ausgezeichnet. Bei den Internationalen Wettbewerben für Liedkunst Stuttgart und Lili Boulanger / Paris erhielt sie jeweils den Preis für ihre hervorragende Einzelleistung als Liedpianistin.

Anne Le Bozec trat u.a. beim Rheingau Musik Festival, den Schwetzinger Festspielen, dem Festival Radio-France Montpellier und in der KumHo Art Hall Seoul auf. Ihr besonderes Interesse gilt Programmen, in denen Musik, Melodram und Tanz ergänzend miteinander agieren. So präsentierte sie bei der Internationalen Hugo-Wolf-Akademie Stuttgart ihre „Romanischen Stunden“, eine Veranstaltung, die diese drei Kunstformen zusammen inszeniert, und nahm am „Hugo Wolf Projekt“ des Berliner Choreographen Hans-Werner Klohe teil, bei dem sie musikalisch wie tänzerisch auftrat.

Besonders widmet sie sich ihrer Lehrtätigkeit auf dem Gebiet des Liedes, sowohl am Conservatoire National Supérieur de Musique Paris als Professorin für Lied- und Vokalbegleitung, als auch an der Hochschule für Musik Karlsruhe, wo die erste französische Liedklasse Deutschlands unter ihrer Leitung eröffnet wurde. Meisterkurse gab sie in Frankreich, Deutschland und Finnland.

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Prof. Ulrich Eisenlohr

Ulrich Eisenlohr studierte an den Musikhochschulen in Heidelberg/Mannheim (Klavier Rolf Hartmann) und Stuttgart (Liedklasse Konrad Richter). Mit der Spezialisierung auf die Gebiete Liedbegleitung und Kammermusik begann eine umfangreiche Konzerttätigkeit mit zahlreichen Gesangs- und Instrumentalpartnern in Europa, Amerika und Japan, mit Auftritten im Wiener Musikverein und Konzerthaus, bei den Berliner Festwochen, im Kulturzentrum Gasteig/München, beim Schleswig-Holstein-Musikfestival, den Frankfurter Festen, dem Edingburgh Festival, den Ludwigsburger Festspielen, dem Europäischen Musikfest Stuttgart, im Concertgebouw Amsterdam, bei den Beethovenfesten Bonn u.v.a. Zu seinen Liedpartnern zählen Christian Elsner, Matthias Goerne, Dietrich Henschel, Wolfgang Holzmair, Hanno Müller-Brachmann, Christoph Prégardien, Detlef Roth, Sibylla Rubens, Roman Trekel, Rainer Trost, Iris Vermillion, Michael Volle, Ruth Ziesak und andere.

Dazu kommen zahlreiche Rundfunkproduktionen, Konzertmitschnitte, Fernsehaufnahmen und Schallplatten/CD-Einspielungen, von denen einige mit renommierten Preisen ausgezeichnet wurden, so dem "Vierteljahrespreis der deutschen Schallplattenkritik", einem "Grand Prix International" der "Académie du Disque Lyrique" in Paris sowie dem "Classical Internet Award". Einen wesentlichen Schwerpunkt seiner derzeitigen künstlerischen Arbeit bildet eine Gesamteinspielung sämtlicher Schubertlieder, für deren Konzeption und Ausführung er als künstlerischer Leiter und Klavierbegleiter verantwortlich ist, und die in diesem Jahr abgeschlossen sein wird.

Ulrich Eisenlohr unterrichtete an den Musikhochschulen Frankfurt und Karlsruhe. Seit 1982 leitet er eine Liedklasse an der Musikhochschule Mannheim. Meisterklassen für Lied und Kammermusik in Europa und Japan gibt er u.a. mit Rudolph Piernay, Jard van Nes, Ruth Ziesak u.a. Bei Meisterkursen von Hans Hotter, Christa Ludwig, Elsa Cavelti, Daniel Ferro (Juillard School, New York) und Geoffrey Parsons war er Kursbegleiter.

Prof. Burkhard Kehring

Der Pianist Burkhard Kehring widmete bereits früh dem Genre 'Kunstlied' große Aufmerksamkeit. Begleiterpreise internationaler Liedwettbewerbe in London (Walther- Gruner-Competition 1993) und München (Hans-Pfitzner-Wettbewerb 1994) markierten den Beginn seiner Konzerttätigkeit als Liedbegleiter, die ihn in die wichtigsten europäischen Konzertsäle (u.a.Wigmore Hall London, Berliner Philharmonie, Konzerthaus Wien, Concertgebouw Amsterdam) in die USA, nach Asien und Südamerika sowie auf zahlreiche Musikfestspiele führte (u.a. Schubertiade Schwarzenberg, Musikfestspiele Bergen, Schubert Serenades New York, Ravinia Festival Chicago, Wien Modern).

Burkhard Kehring war offizieller Klavierbegleiter bei Meisterkursen von Elisabeth Schwarzkopf, Reri Grist, Marylin Horne, Ernst Haefliger und Hermann Prey. Seine Konzerttätigkeit brachte ihn zusammen mit Gesangspartnern wie Christiane Iven, Randi Stene, Michaela Kaune, Christiane Oelze, Claudia Barainsky, Christiane Karg, Robert Holl, Kwangchoul Youn, Roman Trekel, Christian Elsner, Dietrich Henschel, Hanno Müller-Brachmann, Jan Kobow, Andreas Schmidt, Florian Bösch, Lothar Odinius oder Daniel Johannsen und mit Sprechern wie Gert Westphal oder Udo Samel. Gemeinsam mit Dietrich Fischer-Dieskau gestaltete er von 1995 bis 2005 Melodramenabende. Zudem konzipierte Burkhard Kehring eigene Liederabend-Reihen: Sein erster Liederabendzyklus in der Laeiszhalle Hamburg brachte 1996 annähernd das gesamte Liedschaffen Hugo Wolfs zur Aufführung. Ihm folgte 1997 die 'Schubertiade modern' - eine Gegenüberstellung der Lieder Schuberts und des Schönberg-Kreises - sowie die Liederabendserie 'Schubert plus' in Frankfurt/Main. Im Rahmen des Schleswig-Holstein- Musikfestivals 2003 gestaltete Burkhard Kehring eine weitere Hugo-Wolf-Konzertreihe zum 100sten Todestag des Komponisten, 2004 eine weitere Schubert-Reihe in der Berliner Staatsoper Unter den Linden. 2006 folgte er einer Einladung zu einem Robert- Schumann-Zyklus beim Beethovenfest Bonn, in dessen Rahmen 2014 auch die Inauguration seines globalen Liedprojekts 'Divan of Song' stattfand.

Ein wichtiges Anliegenden ist dem Pianisten zudem das zeitgenössische Lied. Zu den zahlreichen von ihm uraufgeführten Werken gehören Kompositionen von Lars- Henrik Nystén, Johanna Doderer, Christoph Coburger, Otfried Büsing, Fabián Panisello, Param Vir, Hannah Hanbiel Choi oder Dai Fujikura. Burkhard Kehrings CD-Einspielungen umfassen Lieder von Schubert, Schumann und Mahler bis zu Ullmann, Fortner und Ligeti. Ein Melodramen-Doppelalbum mit Dietrich Fischer-Dieskau erschien bei der Deutschen Grammophon als dessen letzte Studioaufnahme. Die mit der Sopranistin Christiane Karg eingespielte CD 'Verwandlung - Lieder eines Jahres' wurde 2010 mit dem ECHO-Klassik ausgezeichnet.

2002 auf eine Liedprofessur an die Hochschule für Musik und Theater Hamburg berufen, leitet Burkhard Kehring seit 2008 dort einen von ihm initiierten neuen Masterstudiengang für Liedgestaltung. Er wurde zu Meisterkursen in Deutschland, Spanien, Kanada, Israel, Iran, Südkorea, China und Indien eingeladen und gehört zu den Gründungsmitgliedern der 'Deutschen Liedakademie'.

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Prof. Peter Nelson

Der aus Boston stammende Pianist Peter Nelson begann seine Ausbildung in seiner Heimatstadt und setzte sie später am Oberlin College in Ohio und an der Hochschule für Musik in Frankfurt fort. Er schlug dann die Laufbahn eines Solisten ein und trat mit Klavierabenden und - gemeinsam mit verschiedenen europäischen Orchestern - bei Konzerten auf.
Seiner Neigung folgend, rückten jedoch Kammermusik und vor allem Liedbegleitung mehr und mehr in den Mittelpunkt seines musikalischen Schaffens. Durch Arleen Augér ermutigt, arbeitete er an seiner Begleitkunst und nahm bei Leonard Hokanson und Geoffrey Parsons Unterricht. Sehr bald wurde er als Assistent bei Meisterklassen u. a. von Christa Ludwig, Elisabeth Schwarzkopf, Sena Jurinac, Gundula Janowitz und Hilde Zadek verpflichtet.
Peter Nelson wurde bereits zu zahlreichen internationalen Gesangs-Wettbewerben eingeladen, trat weltweit als Begleiter bei Konzerten und Festivals auf und arbeitete beispielsweise mit Kurt Moll, Maria Venuti, Gabriele Schnaut sowie Eteri Gvazava zusammen. Als Dozent für Liedgestaltung war Peter Nelson an der Karlsruher Musikhochschule beschäftigt, seit dem Wintersemester 2003/04 ist er Professor für Liedgestaltung an der Trossinger Hochschule. 2006 wurde er zum Prorektor und Koordinator des internationalen ERASMUS-Austauschprogramms gewählt.

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Stefan Paul

Stefan Paul studierte Klavier in Berlin an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler". Besonders wertvolle Impulse erhielt er dort unter anderem bei Wolfram Rieger, Eric Schneider und Klaus Bäßler. Im Laufe seines Studiums entwickelte sich seine Liebe zur Musik des 20. Jahrhunderts und zum Musiktheater. stefanpaul tritt regelmäßig als Liedbegleiter auf, war 2006 Finalist beim 6. Internationalen Wettbewerb "Franz Schubert und die Musik der Moderne" in Graz in der Kategorie Liedduo, erhielt ein Arbeitsstipendium der Paula und Albert Salomon Stiftung und gewann zusammen mit Hanna Herfurtner 2010 den 1. Preis beim Paula-Salomon-Liedwettbewerb, mit der er 2012 am Konzerthaus Wien debütierte. Seit 2003 hat er einen Lehrauftrag für Zeitgenössisches Lied an der UdK inne. Neben zahlreichen freien Projekten war er zwischen 2008 und 2013 in verschiedenen Produktionen der Volksbühne Berlin als Musiker und Darsteller tätig, wo er unter anderen mit Frank Castorf und Vegard Vinge zusammenarbeitete. 2014 bearbeitete er die Bühnenmusik von Hanns Eisler für Brechts „Leben des Galilei" am Deutschen Theater Göttingen in der Regie von Michael von zur Mühlen, mit dem er 2015 in Darmstadt für die Aufführungsreihe „Schulden - eine Befreiung" erneut zusammenarbeitete.

Am Theater Konstanz entwickelt er die Musik für Michael von zur Mühlens Inszenierung von Der zerbrochne Krug.